Internationale Wasservogelzählung (WVZ)

Die Erfassung der im Saarland rastenden Vögel hat aufgrund der zentralen Lage in Europa besondere Bedeutung. Ein großes Artenspektrum ist ausschließlich als Zug- oder Wintergast im Saarland zu beobachten, diese Arten würden also durch das Raster bei Brutvogelerfassungen fallen. Durch Projekte wie die Wasservogelzählung in Kombination mit weiteren Zugmonitorings wie der systematischen Vogelberingung wird dieser Teil der einheimischen Vogelwelt genau erfasst. Die Daten dienen der Abschätzung von Bestand, Bestandsentwicklung und Trends, ähnlich dem Brutvogelmonitoring.

Ringschnabelente (Aythya collaris) ♂ – Seit Jahren standorttreuer Wintergast im Saartal.
Foto (Sebastian Kiepsch)

Die internationale Wasservogelzählung ist eine der ältesten systematischen Erfassungen der Vogelwelt. Europaweit werden dabei von September bis April einmal monatlich alle rastenden Wasservögel der ausgewiesenen Gebiete (Seen, Flussläufe, u.ä.) protokolliert. Ziele des Erfassungsprogramms sind vor allem die möglichst genaue Bestandsangabe inklusive Trend, sowie die Feststellung von bevorzugten Rastgebieten, um diese besser in Schutzmaßnahmen einbinden zu können.

Aus geografischer Sicht ist das Saarland keine typische Wasservogel-Region. Die geeigneten Rastplätze befinden sich in den Flusstälern der Saar, Mosel, etc. und auf den Stauseen im Nordsaarland (Bostalsee, Losheimer Stausee, etc.). Dennoch werden alljährlich rastende Wasservögel, darunter auch die eine oder andere Seltenheit, festgestellt. Um eine Winterverbreitung der jeweiligen Arten aufzustellen, sind Daten aus dem Saarland also sehr wichtig!

In der Vergangenheit hat der OBS regelmäßig an der Wasservogelzählung mitgewirkt. Aktuell befindet sich das Programm lokal in einer Umstrukturierung und Helfer werden dringend gesucht. Wenn Sie Interesse haben, einen Zählabschnitt zu übernehmen oder auch mal bei einer Zählung zuschauen zu können, fragen Sie uns einfach!

Mehr Informationen:

  • Webseite der Wasservogelzählung des DDA – LINK

Ansprechpartner:

  • Günter Süßmilch – EMAIL