Das Saarland als kleinstes Flächenbundesland Deutschlands ist historisch Ballungs- und Industrieregion. Doch auch vor diesem Hintergrund gibt es ornithologisch relevante Stellen. Gerade durch verstärkte Naturschutzbemühungen der letzten Jahre und Jahrzehnte sind einige Gebiete in ihrer Qualität für Rast- und Brutvögel stark verbessert worden.
Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Gebiete und ihres primären Artenspektrums:
(Hinweis für Beobachter: Die Artikel zu den jeweiligen Gebieten sollen nach und nach ergänzt werden)
- Dillinger See (auch „Ökosee“ genannt) – Wasservögel, Limikolen

Konzeption und Umsetzung NABU Saarlouis (U. Leyhe)
- Beeder Bruch – Wasservögel, Limikolen

Sportplatz Beeden (Foto C. Braunberger)
- Moseltal bei Nennig mit angrenzendem Kiesweihergebiet – Wasservögel, Gänse, Limikolen
- Vogelschutzgebiet Bostalsee – Wasservögel, Limikolen
- Vogelschutzgebiet IKEA-Biotop bei Saarlouis-Lisdorf mit der Beringungsstation – Schilfbewohner

Standort der Beringungsstation „Mittleres Saartal“, SLS-Lisdorf
- Vogelschutzgebiet Saar-Nied-Gau von Überherrn bis Merzig – Offenlandvögel (z.B. Raubwürger), Greifvögel

Offenland mit intensiver Landwirtschaft
- Biosphärenreservat Bliesgau und Umgebung südöstlich von Saarbrücken – Offenlandvögel, Greifvögel, Steinkauz, einziges Vorkommen des Halsbandschnäppers, sporadisches Vorkommen des Rotkopfwürgers

typische Offenlandschaft des Biosphärenreservats Bliesgau,
bei Reinheim (Foto T. Feld)
Im Biosphärenreservat Bliesgau existiert eines der
bedeutendsten Brutvorkommen des Steinkauzes
in Deutschland mit 60-70 Brutpaaren (Foto: T. Feld)
- Hunsrückvorland und Schwarzwälder Hochwald (mehrere Vogelschutzgebiete) – Schwarzstorch (3 Paare), Raufuß- und Sperlingskauz, Haselhuhn, Rotmilandichtezentrum des Saarlandes, Braunkehlchen, Wiesenpieper
- Vogelschutzgebiet Saarkohlenwald nördlich von Saarbrücken – Waldvögel
- Saarmoselgau zwischen Perl und Kesslingen- Greifvögel, Ackerlimikolen, (z.B. Mornellregenpfeifer)